Foto: Klaus D. Wolf Jugendliche sitzen diskutierend auf Boden und schreiben Ergebnisse auf Papiere Foto: Klaus D. Wolf

Benediktbeuern: Junge Menschen als Klima-Botschafter

Um die von der Weltgemeinschaft verabschiedeten Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen, muss noch viel getan werden. Die SDG Akademie des Aktionszentrums der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern bildet 18 junge Menschen zu Nachhaltigkeitsexpertinnen und -botschaftern aus. Im Rahmen des Kurses entwickeln die Teilnehmenden auch konkrete Projekte.

Veröffentlicht am 23.08.2022

Don Bosco SDG Akademie des Aktionszentrums, Benediktbeuern

Ausbildung junger Menschen zu Nachhaltigkeitsbotschaftern

Förderbedarf: 36.000 Euro Projekt unterstüzen

2015 hat die Weltgemeinschaft die Agenda 2030 verabschiedet. Sie ist ein Fahrplan für die Zukunft der Menschheit und des Planeten Erde. Zentrales Element der Agenda sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die SDGs (Sustainable Development Goals). Mit ihnen soll weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglicht werden und dabei die natürlichen Lebensgrundlagen bewahrt werden. Zudem bilden die 17 Ziele soziale, ökologische und ökonomische Aspekte ab und sind somit so etwas wie ein Multifunktionstool, um aktuellen, aber auch zukünftigen Krisen und Herausforderungen zu begegnen bzw. diese zu verhindern.

Jede und jeder ist Teil der Lösung

Der aktuellste Bericht zum Stand der Umsetzung der SDGs, aber auch der Blick vor die eigene Haustür oder der tägliche Blick in die Nachrichtenapp zeigen, dass zur Erreichung der 17 Ziele bei Weitem nicht genug getan wird. In vielen Bereichen sind dazu ein Umdenken und ein verändertes Handeln notwendig. Herausforderungen wie der Klimawandel, die Coronapandemie, der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, Hunger, Armut und viele weitere Herausforderungen und Krisen zeigen: Wir können es nur gemeinsam schaffen – durch gezielte weltweite Zusammenarbeit, die durch eine Vernetzung auf lokaler Ebene anfängt. Gebraucht wird eine Zusammenarbeit unter anderem zwischen Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen, aber auch zwischen einzelnen Menschen. Jede und jeder ist Teil der Lösung und zum Handeln aufgefordert. Die SDGs bilden das Ziel, den Methodenkoffer und die Sprache ab, die dabei gesprochen werden muss.

Da es um die Zukunft geht, sollten diejenigen, die in und mit dieser Zukunft leben werden, zu Akteuren und Akteurinnen des notwendigen Wandels und der notwendigen Veränderungen werden, besser noch zu Protagonistinnen und Protagonisten. Ganz im Sinne der Pädagogik Don Boscos, junge Menschen zu „verantwortungsbewussten Staatsbürgern und guten Christen“ heranzubilden.

Prozesse verstehen und erleben

Die Don Bosco SDG Akademie bringt an 16 Bildungstagen, verteilt auf vier Präsenz- und vier Onlinetermine, 18 jungen Menschen die Agenda 2030 und die nachhaltigen Entwicklungsziele näher. Die jungen Menschen sollen zu SDG-Expertinnen und -Botschaftern werden. Dabei geht es darum, politische, gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Prozesse und deren Zusammenhänge zu verstehen und beispielsweise durch Planspiele zu erleben.
Neben dem fachlichen Wissen geht es auch darum zu lernen, dieses Wissen anzuwenden – sowohl im Privaten als auch vor allem bei gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen. Überall dort, wo Beteiligung junger Menschen schon möglich ist, aber auch wo sie noch gebraucht wird.

Erfahrungen aus der Don Bosco Familie

Dazu greift die Don Bosco SDG Akademie auf Erfahrungen und Expertisen aus der Don Bosco Familie zurück. Zu den Projekten, Einrichtungen und Organisationen, die an unterschiedlichen Orten Advocacy-Arbeit leisten (stellvertretend für ein kollektives Interesse öffentlich auf Politikgestaltung Einfluss nehmen), gehören: Don Bosco Youth-Net und Don Bosco International mit Sitz in Belgien, die Vertretung der Salesianer Don Boscos bei den Vereinten Nationen zum Beispiel in New York und Wien, das Netzwerk Don Bosco Green Alliance und die Vertretungsarbeit der Don Bosco Schwestern beim Sitz der Vereinten Nationen in Genf.

Im Rahmen der Don Bosco SDG Akademie entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen auch ein eigenes Projekt zu den SDGs und setzen es gemeinsam um. Dabei kann es sich um einen Workshop, eine Ausstellung, einen Infostand oder ein anderes Projekt handeln. Die Projekte sollen dazu dienen, das Gelernte praktisch anzuwenden und Fähigkeiten zu erwerben, die für ein erfolgreiches Projektmanagement nötig sind. Für die selbständige Umsetzung der Projekte erhält jede Kleingruppe ein Startbudget von 500 Euro. Damit die Seminarteilnahme nicht von der ökonomischen Grundsituation der jungen Menschen abhängig gemacht wird, werden den Teilnehmenden auch die Fahrtkosten erstattet. Zielgruppe sind junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren aus Don Bosco Einrichtungen der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos und Don Bosco Volunteers.

Das Projekt im Überblick

Projekt: Die SDG Akademie bringt jungen Menschen die Agenda 2030 und die nachhaltigen Entwicklungsziele näher.

Ziel: Junge Menschen verstehen und erleben politische, gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Prozesse und deren Zusammenhänge und werden zu SDG-Expertinnen und -Botschaftern.

Zielgruppe: junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren aus Don Bosco Einrichtungen der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos sowie Don Bosco Volunteers

Träger/Einrichtung: Don Bosco SDG Akademie des Aktionszentrums der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern

Einzugsgebiet der Maßnahmen: Deutschland

Zahl der betreuten jungen Menschen: 18

Zeitraum: Kalenderjahr 2023 bzw. Schuljahr 2023/2024

Fördersumme: 36.000 Euro

Status und Erfolge:

Das Projekt ist in der Konzeptionsphase und soll zu Beginn des Schuljahres 2023 starten.