Foto: ZUK Benediktbeuern Junger Mann trägt Holzbretter über Pfad in Moorlandschaft Foto: ZUK Benediktbeuern

Benediktbeuern: Moore für den Klimaschutz

Das Zentrum für Umwelt und Kultur der Salesianer Don Boscos im oberbayerischen Kloster Benediktbeuern arbeitet seit mehr als 30 Jahren daran, entwässerte Moorflächen wiederherzustellen. Im Rahmen der Maßnahmen wurde auch das Projekt „Klimaschutz auf Klosterland“ umgesetzt, das im Jahr 2019 von drei Stiftungen mit insgesamt 10.000 Euro gefördert wurde.

Die Maßnahmen, die aufgrund dieser Förderung durchgeführt werden konnten, wurden erfolgreich abgeschlossen. Für eine weitere Förderung des Projekts nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf!

Veröffentlicht am 17.10.2022

Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK), Benediktbeuern

Wiederherstellung der Moore auf Klosterland

Projekt erfolgreich abgeschlossen. Vielen Dank für die Unterstützung!

Förderprojekt finden

Seit 1988 arbeitet das Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) im oberbayerischen Benediktbeuern im Modellprojekt „Klosterland“ an der Wiedervernässung ehemaliger Moore. Gezielte Maßnahmen bewirken, dass der Grundwasserspiegel der Moorflächen wieder steigt. So werden die früheren Entwässerungsgräben mit Dämmen aufgestaut. Bei den größeren Dämmen werden Maschinen eingesetzt. Kleinere Staudämme baut und pflegt das ZUK in Handarbeit mit Mini-Bagger, Spaten und Schaufel. In die Arbeiten eingebunden sind auch Jugendliche aus dem Projekt „Draußen stark“ [Link] und die Volontäre des ZUK.

Klimaerhitzung abschwächen

Die Loisach-Kochelsee-Moore sind nicht für den Ackerbau geeignet und galten sie lange als Un- oder Ödland und wurden trockengelegt. So konnten die trockengelegten Moore für Futtergewinnung und Beweidung gewonnen werden. Doch während intakte Moore die Treibhausgase Kohlendioxid, Methangas und Lachgas aufnehmen und speichern, stoßen die trockengelegten Torfgebiete heute jährlich insgesamt über zwei Milliarden Tonnen der Gase aus. Weltweit machen Moore nur etwa drei Prozent der weltweiten Landfläche aus, speichern aber 30 Prozent des erdgebundenen Kohlenstoffs. Die Wiederherstellung der trockengelegten Moore ist deshalb eine wichtige Maßnahme, um die Klimaerhitzung abzuschwächen.

Tiere und Pflanzen finden neuen Lebensraum

Durch die Wiedervernässung entwickeln sich inzwischen auf den Flächen des Klosterlandes ein natürlicher Moorurwald sowie zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die dort ursprünglich heimisch waren. Heute blühen dort auch die sibirische Schwertlilie und verschiedene Orchideenarten. Kibitz, Brachvogel und Braunkehlchen finden dort wieder einen Lebensraum.

Für das Projekt „Klimaschutz auf Klosterland“, das im Rahmen des Projekts „Klosterland“ umgesetzt wird, engagierten sich die Bernd Zeitler Gedächtnisstiftung, die Josef Hurnaus Stiftung sowie eine Stiftung, die anonym bleiben möchte. Im Jahr 2019 stellten sie insgesamt 10.000 Euro für das Projekt zur Verfügung. Durch die Unterstützung konnten neue Flächen hinzugenommen werden. Außerdem wurden entlang der Wege im Moor heimische Sträucher und Bäume angepflanzt. Diese sind wichtige Korridore für die Ausbreitung von Tier- und Pflanzenarten. Einige Moorflächen werden in einem Modellprojekt mit alten Haustierrassen, zum Beispiel Wasserbüffel und Murnau-Werdenfelser Rinder beweidet.

Stifter Josef Hurnaus
Ich allein kann zwar nicht die Welt retten, aber wenn wir alle anfangen, ganz einfach in unserer unmittelbaren Umgebung etwas Gutes und Richtiges zu tun, dann bewirken wir doch etwas.

Das Projekt im Überblick

Projekt: „Klimaschutz auf Klosterland“

Ziel: Wiederherstellung der Moore auf Klosterland

Zielgruppe: Naturschutzbüro des ZUK unter Mithilfe von Jugendlichen aus dem Projekt „Draußen stark“ und ZUK-Volontären

Träger/Einrichtung: Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK), Benediktbeuern

Einzugsgebiet der Maßnahmen: Loisach-Kochelsee-Moore

Zahl der betreuten jungen Menschen: mehrere Hundert

Zeitraum: 1995-2022

Fördersumme: 10.000 Euro im Jahr 2019

Status und Erfolge:

Das Projekt gilt bayernweit als Leuchtturmprojekt.