Foto: Don Bosco Bonn Kinder zeigen stolz ihre Zeugnisse

Goma: Schutz und Bildung für Kinder und junge Mütter

Der Alltag in der Demokratischen Republik Kongo ist von Gewalt geprägt. Bei Don Bosco finden Kinder und Jugendliche, die arbeiten mussten, Kindersoldaten waren oder sexuell missbraucht wurden, Schutz und Sicherheit. Auch junge Mütter und ihre Kinder bekommen bei Don Bosco ein Zuhause.

Veröffentlicht am 02.08.2022

Don Bosco Ngangi, Goma

Ganzheitliche Förderung junger Menschen

Förderbedarf: 30.000 Euro Projekt unterstüzen

Der Alltag der Menschen in der Demokratischen Republik Kongo ist geprägt von gewalttätigen Auseinandersetzungen, Menschenrechtsverletzungen und Armut. Besonders Kinder und Jugendliche leiden unter der Gewalt. Viele von ihnen werden zur Kinderarbeit gezwungen, als Kindersoldaten und -soldatinnen rekrutiert oder erleben sexuellen Missbrauch Don Bosco hat für all diese jungen Menschen einen Ort geschaffen, der ihnen Sicherheit und Schutz vor der willkürlichen Gewalt und Hunger bietet: Don Bosco Ngangi in Goma.

Bei Don Bosco Ngangi finden schon die Allerkleinsten ein Zuhause und liebevolle Fürsorge. Neben mehreren Wohnheimen befinden sich auf dem Gelänge von Don Bosco Ngangi unter anderem ein Kindergarten, zwei Grundschulen und eine Sekundarschule sowie Einrichtungen zur Berufsbildung. Doch die Einrichtung hat insbesondere durch die Steigung der Lebensmittelpreise derzeit große Schwierigkeiten, den Bedarf der Kinder und Jugendlichen zu decken.

Neues Zuhause

Goma ist die Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu und liegt an der Grenze zu Uganda und Ruanda. Die Provinz ist stark von den bewaffneten Konflikten in der Demokratischen Republik Kongo betroffen. Viele der Kinder werden Opfer von Gewalt oder sie werden auf die Straße geschickt, um zum Familieneinkommen beizutragen. Oftmals verbringen die Kinder und Jugendlichen immer mehr Zeit auf der Straße, schließen sich Banden an und bleiben nach einer Zeit ihrem Zuhause ganz fern, um auf der Straße zu leben.

Diesen Kindern bietet die Don Bosco Einrichtung Ngangi mit dem Heim Gahinja eine erste Anlaufstelle. Wenn sich die Kinder und Jugendlichen an das Leben bei Don Bosco gewöhnt haben, stabil sind und erfolgreich in die Gemeinschaft integriert wurden, ziehen die Jungen und Mädchen in permanente Wohnheime um, sofern eine Reintegration in die Familie nicht möglich ist. Die Kinder, die hier leben, werden behutsam an die schulische Wiedereingliederung herangeführt.

Muhindo (Name geändert), einer der Jugendlichen im Heim Gahinja
Bevor ich hierherkam, habe ich unter den Sternen geschlafen und war der Kälte und dem Regen ausgesetzt. Wenn mir keiner ein wenig Essen gegeben hat, musste ich hungrig schlafen gehen. Seit ich im Heim Gahinja bin, schlafe ich in einem guten Bett, ich bekomme zu Essen und gehe zur Schule. Hier fühle ich mich geliebt und beschützt.

Neben der schulischen Bildung legt Don Bosco besonderen Wert auf die Sensibilisierung in Themen wie Rechte und Aufklärung über HIV/Aids, sowie die Teilnahme an sinnstiftenden Freizeit- und Sportaktivitäten. So soll eine optimale physische und emotionale Entwicklung gefördert werden, die präventiv zur Friedenserziehung beiträgt.

Schutz und ganzheitliche Versorgung

Eine weitere Einrichtung von Don Bosco Ngangi ist das Schutzhaus für Mütter, das Heim Marguerite. Hier leben junge Frauen mit ihren Kindern, die Ausgrenzung und oftmals sexualisierte Gewalt erfahren haben. Viele von ihnen sind ungewollt schwanger geworden, nicht selten durch Vergewaltigung, und von ihren Familien verstoßen worden.

Im Heim Marguerite finden sie mit ihren Kindern ein neues Zuhause, Schutz und Versorgung. Sie lernen, sich und ihre Kinder mit Liebe anzunehmen. Eine wichtige Maßnahme des Projekts ist die psychosoziale Betreuung der jungen Frauen zur Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Lebensgeschichte. Die Mitarbeitenden sowie Psychologen und Psychologinnen begleiten die Mädchen tagtäglich, bieten ihnen Möglichkeiten des Austauschs und Raum für Gespräche.

Zukunft planen

Des Weiteren werden die jungen Frauen bei ihrer Zukunftsplanung unterstützt. Sie können verschiedene Ausbildungen absolvieren. Nach Abschluss der berufsbildenden Kurse wird den Frauen in Form von Mikrokrediten geholfen ihr Leben in die Hand zu nehmen und ein eigenes kleines Geschäft zu eröffnen.

Don Bosco Ngangi bietet Schutz, Heim und liebevolle Begleitung für viele Kinder und Jugendliche in Not. Doch die Einrichtung steht vor finanziellen Engpässen. Um die Versorgung und das ganzheitliche Angebot aufrecht erhalten zu können, ist die Einrichtung auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Mit Ihrem Engagement helfen Sie jetzt, den jungen Menschen in Goma auch weiterhin ein Leben in Würde zu ermöglichen und sie stark für die Zukunft zu machen.

Das Projekt im Überblick

Projekt: Ganzheitliche Förderung junger Menschen bei Don Bosco Ngangi, Goma, Demokratische Republik Kongo

Ziel: Versorgung, Bildung und Betreuung von ehemaligen Straßenkindern, Kindern in Not und jungen Müttern mit ihren Kindern.

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche von 0 bis 24 Jahren

Träger/Einrichtung: Don Bosco Ngangi in Goma, Demokratische Republik Kongo

Einzugsgebiet der Maßnahmen: Goma, Demokratische Republik Kongo

Zahl der betreuten jungen Menschen: ca. 4.500

Zeitraum: dauerhaftes Projekt

Fördersumme: 30.000 Euro

Status und Erfolge:

Seit 1992 mehr als 60.000 Kinder, Jugendliche und ihre Familien in problematischen Situationen unterstützt.